Das ist ja lustig! Scheint ganz so als ob auch die Parteien, die auf uns nicht reagiert haben, zumindest unseren programmatischen Aussagen folgen konnten... Das ist doch auch schon mal was und wir werden nicht locker lassen! No Pasáran!
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben... (Albert Einstein)
Bearbeitet von Yo_SF auf 06.02.2008 15:16:38
@Stefan: der hat sich in der Fritz geoutet? Ich kenn den Artikel gar nicht. Musst Du mir mal geben. Ist ja wirklich schade, denn ich hätte den "roten" Walter gern noch ein bisschen Rätselraten lassen
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben... (Albert Einstein)
na, da hat der walter roth ja ausführlich was zum lesen. schade nur, das sich johannes büttner schon so frühzeitig in der neuen frizz als mitglied geoutet hat, sonst wäre das rätselraten bestimmt noch eine weile spannend geblieben. na ja, man kann nicht alles haben.
wichtiges Nochkeinmitglied ;-)
statt jammern und picheln lieber hammern und sicheln
Bearbeitet von EsCeh auf 02.02.2008 19:06:39
Ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen, einen verdienten Stadtrat mit einem überlangen Antwortmail zu quälen. Wer zu spät liest, muss mehr lesen *LOL*
Sehr geehrter Herr Roth,
ich möchte, als Gründungsmitglied des Fördervereins, Ihre Email beantworten auch, wenn ich - ohne organschaftliche Funktion im Förderverein - natürlich nur meine persönliche Meinung und nicht die Meinung des Vereins kundtun kann.
Ich hätte mich gefreut, wenn die Stadtratsfraktion der SPD unseren Verein nicht erst dann wahrgenommen hätte, wenn im Main-Echo darüber berichtet wird. Schließlich haben wir uns bereits mehrfach auch an Ihre Fraktion gewandt, um mehr über die Position der SPD insbesondere im kulturellen und soziokulturellen Umfeld der Stadt zu erfahren.
Wir hatten dazu bereits im November 2007 einen Fragebogen entwickelt, um dessen Beantwortung wir baten. Leider haben Ihre Stadtratskandidaten - anders als die Kandidaten von FDP, Bündnis90/Die Grünen und KI - auf unsere mehrfachen Anfragen nicht reagiert. Das hat mich, ehrlich gesagt, ziemlich enttäuscht.
Der Kommunalwahlkampf wird an jeden Stammtisch und in jeden "Hasenzüchterverein" (nicht falsch verstehen: ich habe nichts gegen Hasenzüchter) getragen und die Volkspartei SPD verpasst die Chance, sich einer Organisation von inzwischen 600 vornehmlich jungen Wählern zu offenbaren. Ich denke auch hierin manifestiert sich ein Grund für die oft beklagte Politikverdrossenheit der jüngeren Generationen.
Unser Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das creative Potenzial in Aschaffenburg besser zu erschließen. Wir sehen auch in der politischen Betätigung - auch und gerade im kommunalen Bereich - creative Entfaltungsmöglichkeiten und wollen junge Menschen dafür interessieren, ihr direktes Lebensumfeld selbst aktiv mitzugestalten statt passiv zu konsumieren.
Politische Diskussion erfordert Polarisierung und auch die pointierte Beschreibung eigener Positionen. Dies werden Sie als erfahrener Politiker sicherlich unterschreiben können. Deshalb werden wir uns auch weiterhin zu Wort melden wenn es darum geht, Fehlentwicklungen oder wahrgenommene Tendenzen aufzuzeigen und zu thematisieren. Ich halte in diesem Zusammenhang klare und vielleicht auch manchmal provozierende Formulierungen für legitim. Schließlich haben auch Sie erst auf eine solche reagiert.
In der kurzen Zeit des Bestehens des Fördervereins unabhängiger creativer Künste als eingetragener Verein haben wir bewiesen, dass es Möglichkeiten gibt, breite Bevölkerungsschichten dafür zu begeistern, politische Entscheidungen nicht nur zu ertragen sondern aktiv für eigene Ziele einzutreten. Dazu gehört, nach meinem Verständnis, auch die Einmischung gerade in kommunalpolitische Fragestellungen. Hier sind die Auswirkungen auf die eigene Lebensqualität am stärksten spürbar aber auch die persönlichen Einflussnahmemöglichkeiten am größten. Kommunalpolitik ist klassische Sachpolitik und unser Verein ist parteipolitisch ungebunden.
Hinsichtlich der Abkürzung des Vereins sei ausgeführt, dass die Sprache der jüngeren Generationen das "F-Wort" bereits weitgehend enttabuisiert hat und wir die Menschen dort abholen möchten, wo sie stehen. Genau genommen sind wir aber auch falsch abgekürzt worden: die "offizielle" Abkürzung ist F.u.c.K. e.V. und wird im Deutschen - selbst zusammengezogen - anders ausgesprochen. Die Assoziation geschieht immer nur im Kopf des Betrachters, wie ein interessanter Artikel in Spiegel-online (http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,436457,00.html) belegt. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-) .
Wir machen grundsätzlich keine personalisierten Angaben über unsere Mitglieder schon, weil ich persönlich eine ablehnende Haltung gegen die Vorratsdatenspeicherung einnehme. Wenn Sie also wissen möchten, wer aus dem Kreis der Stadtratsmitglieder unsere Positionen mitträgt, müssen Sie also selbst fragen (es sind auf jeden Fall mehr als "einer", falls Sie "den" meinen...).
Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig von der von Ihnen angemahnten Klarheit vermitteln und danke dem Main-Echo noch einmal für die Gelegenheit, unsere Vereinsziele vorstellen zu können. Unsere Wünsche werden Sie auf jeden Fall "demnächst auf den Tisch" bekommen!
Mit freundlichen Grüßen
J.M.
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben... (Albert Einstein)
Bearbeitet von Yo_SF auf 06.02.2008 12:17:41
Tja, da staune ich nicht schlecht! Seit November "beharken" wir auch die "großen" Stadtratsfraktionen mit uns zu kommunizieren und werden bestenfalls ignoriert. Ein Artikel im Lokalblatt und altgediente Stadträte informieren sich zumindest im Netz über unsere Intentionen, die sie längst kennen müssten...
Walter Roth (SPD) schrieb:
Sehr geehrter Herr Morhart,
Ihren "Zwischenruf" und den Bericht im heutigen Main-Echo habe ich zum Anlass genommen, mich im Internet etwas über diesen Verein zu informieren: Er dürfte mit der Berichterstattung eines seiner Ziele erreicht haben, nämlich auf sich aufmerksam zu machen als ein Kunstverein, der etwas anders ist... Übrigens wird das F-Wort ganz ausführlich per Filmchen erklärt. Und ob es tatsächlich so als Kurzname im Vereinsregister eingetragen ist ?
Mehr interessiert mich die Frage, ob der Verein neben einer gewissen Kreativität auch so tolerant ist, wie er es von anderen verlangt. Formulierungen wie "ein lebendiges Viertel ... vorsätzlich eingeschläfert "sind mindestens fragwürdig. Daher würde mich freuen, wenn ich als Stadtrat und Mitglied des Kultur- und Schulsenats von Ihnen oder auch dem Verein hierauf eine Antwort bekäme. Interessant wäre auch, welche Stadträte bereits als Mitglieder die Ziele mittragen.
Denn möglicherweise bekommen wir demnächst Wünsche des Vereins auf den Tisch, und da braucht es schon Klarheit.
Mit freundlichen Grüßen
Stadtrat Walter Roth
Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben... (Albert Einstein)
Bearbeitet von Yo_SF auf 06.02.2008 18:24:39